12 | Ruhe, bitte!

In meinem Adventskalender plaudere ich jeden Tag – bis zum 24. Dezember – aus dem Nähkästchen und erzähle euch von der Entstehung von »Seele an Seele«, meinem Debütroman.

Manch einer hört während des Schreibens Musik – ich gehöre nicht dazu. Musik kann inspirieren, das ja. Aber beim Schreiben brauche ich Ruhe. Würde Musik (selbst zurückhaltende Filmmusik) im Hintergrund laufen, würde mich das zu sehr von meinen eigenen Gedanken und von der Geschichte, die ich erzählen will, ablenken.

Deshalb gehöre ich zu der „Ruhe, bitte!“-Schreibfraktion. Was nicht bedeutet, dass ich mir nicht hin und wieder etwas anhöre, bevor ich mich an die Arbeit mache – um mich zum Beispiel für eine bestimmte Szene einzustimmen.

Vor dem Schreiben an Seele und Seele habe ich mehr als einmal in den Soundtrack von „Stolz und Vorurteil“ reingehört. 🙂

Hört ihr denn Musik beim Schreiben?

Liebe Grüße
Hanna

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11 | Ich mag keine Diagramme

In meinem Adventskalender plaudere ich jeden Tag – bis zum 24. Dezember – aus dem Nähkästchen und erzähle euch von der Entstehung von »Seele an Seele«, meinem Debütroman.

Nein, ich mag keine Diagramme. Aber bei Pacemaker mache ich eine Ausnahme.

Pacemaker nennt sich „a simple flexible goal planner für writers and students“ und ist ein kostenloses Online-Tool, das mich beim Schreiben an Seele und Seele begleitet hat.

Um in Pacemaker durchzustarten, habe ich dort zunächst mein Schreibprojekt angelegt: Wie viele Wörter will ich bis wann geschrieben haben?

pacemaker2

Bereits absolvierte Schreibtage mit erreichter Wörterzahl sind grün markiert. Blau steht noch aus!

Sobald der Plan steht und gespeichert ist, kann ich meinen täglichen Fortschritt in Pacemaker notieren, woraufhin das Programm in Kalender- oder in Diagrammform meinen Schreibfortschritt darstellt. Besonders mag ich ja den Kalender, weil man ihn so einstellen kann, dass er einem anzeigt, wie viele Wörter noch ausstehen, um das Ziel im angegebenen Zeitrahmen zu erreichen.

Ich kann Pacemaker allen empfehlen, die beim Schreiben gern den Überblick wahren!

Liebe Grüße
Hanna

3 | So schreibt sich’s am besten!

In meinem Adventskalender plaudere ich jeden Tag – bis zum 24. Dezember – aus dem Nähkästchen und erzähle euch von der Entstehung von »Seele an Seele«, meinem Debütroman.

Heute will ich euch FocusWriter vorstellen: ein kostenloses Schreibprogramm, das mir gute Dienste erweist.
Seele an Seele habe ich ausschließlich in FocusWriter geschrieben – und das Programm macht genau das, was sein Name verspricht: Es hilft dir, dich aufs Wesentliche zu fokussieren. Und das ist das Schreiben.

FocusWriter – damit schreibt Hanna Bloom

Auf was ich nicht mehr verzichten kann, ist die FocusWriter-Randleiste, die – im Vollbildmodus – auch nur dann sichtbar wird, wenn man mit dem Maus-Cursor nach ihr „fischt“. Denn diese Leiste zeigt alle wichtigen Daten an: die aktuelle Wörterzahl deines Textes, die sich daraus ergebenden Normseiten und die Zeichenzahl (einmal ohne, einmal mit Leerzeichen).

Einzelne Szenen oder Kapitel lassen sich mit einem Platzhalter (etwa ##) trennen und mit einem einfachen Klick anwählen. So erspart man sich in einem langen Text das elendige Scrollen. Finde ich extrem praktisch!

Wunderbar ist auch die Funktion, ein Tagesziel festzulegen – das kann ein Zeit- oder ein Wörterziel sein. Ich habe für Seele an Seele ein Tagesziel von 560 Wörter festgelegt – und tatsächlich habe ich jeden Tag diese Mindestzahl erreicht und oft überschritten. Indem das Programm deinen Fortschritt in Prozent anzeigt, weißt du, wo du gerade stehst und fühlst dich angespornt, dein Ziel zu erreichen.

Die Timer-Funktion (die sich etwa für die Pomodoro-Methode anbietet) habe ich diesmal nicht verwendet, aber auch das dürfte für viele Schreiber hilfreich sein.

Was ich außerdem liebe, ist, dass ich meinen Schreibhintergrund persönlich gestalten – und je nach gewünschter Schreibstimmung – ändern kann. Es lassen sich beliebig viele Schreibhintergründe speichern, sodass man problemlos zwischen ihnen hin- und herswitchen kann. Für Seele an Seele habe ich ein Hintergrundbild ausgesucht, das zum Schauplatz der Geschichte passt: eine idyllische Landschaft, in der eine mächtige, steinerne Festung thront.

FocusWriter ist ein tolles Schreibtool, das ich jedem ans Herz legen kann. Ich bin davon heillos begeistert! 🙂

Liebe Grüße sendet euch
Hanna

Hanna Blooms Schreibtisch

2 | Mein Schreibtisch

In meinem Adventskalender plaudere ich jeden Tag – bis zum 24. Dezember – aus dem Nähkästchen und erzähle euch von der Entstehung von »Seele an Seele«, meinem Debütroman.

Mein Arbeitsplatz: This is where the magic happens, sozusagen. Auch Seele an Seele ist hier zu großen Teilen entstanden.
Ich liebe meine lange Tischplatte – eigentlich ist dieser Tisch ein Esstisch, den ich zum Schreibtisch umfunktioniert habe –, auf ihr kann ich meine Papiere und Notizzettel, Bücher und Zeug nach Belieben ausbreiten. Und trotzdem finde ich immer ein freies Plätzchen zum Schreiben.

Lange Zeit habe ich nur an meinem iMac geschrieben. Bis ich mir für die Uni das Macbook zugelegt habe. Mittlerweile schreibe ich fast ausschließlich auf dem Laptop: Denn wenn mir mal nach Abwechslung ist, verkrümle ich mich damit ins Wohnzimmer und kann dort problemlos weiterschreiben. Der iMac ist jetzt fürs Surfen, für Bildbearbeitung und fürs Layouten reserviert.

Hanna Blooms Schreibtisch

Wichtig ist mir auch die LED-Lampe. Ich schreibe sehr gern spät in der Nacht, da bin ich auf künstliches Licht angewiesen. Die Zimmerlampe spendet warmes, gelbliches Licht, das für heimelige, cozy Stimmung sorgt. Die Tischleuchte dagegen gibt kühles Licht, das die Konzentration ankurberlt.

Auf meinem Schreibtisch stehen auch meine „Schreibkumpanen“, die im Laufe der Zeit ihren Weg zu mir gefunden haben und die mir seitdem beim Arbeiten zugucken. 😉 Ein paar von ihnen werde ich euch im Laufe der nächsten Adventstage genauer vorstellen.

Ich wünsche euch einen wunderschönen Samstag!

Bis morgen.
Hanna

1 | Die zündende Idee

In meinem Adventskalender plaudere ich jeden Tag – bis zum 24. Dezember – aus dem Nähkästchen und erzähle euch von der Entstehung von »Seele an Seele«, meinem Debütroman.

Alles nimmt irgendwo irgendwie seinen Anfang. So auch die Geschichte von Seele an Seele. Es war ein Bild, das ich plötzlich im Kopf hatte, das alles ins Rollen brachte: das Bild eines jungen Mannes, der verletzt im Schnee liegt. Gefolgt von dem Bild einer jungen Frau, die dem Verletzten zu Hilfe eilt, obwohl sie ihn nicht kennt.

Das war also der Ausgangspunkt, der meine Phantasie angekurbelt und mein Hirn zum Rattern gebracht hat – die zündende Idee. Sofort haben sich daraus Fragen ergeben, die es zu beantworten galt: Wieso ist der Mann verwundet? Was, wenn die beiden Figuren aus unterschiedlichen Welten stammen? Was, wenn der Mann sich in die Frau verliebt? Folgt sie ihm in seine Welt?

Namen und Dialogfetzen flogen mich an. und kurz vorm Schlafengehen trug ich diese ersten Ideen stichwortartig auf einem kleinen Zettel zusammen. Das war also mein äußerst vager, halbausgegorener Plot. Am nächsten Tag habe ich mich an den Laptop gesetzt und mit dem ersten Kapitel begonnen. Einfach so drauflosgeschrieben.

Es hat geklappt.